Wie machen wir das in Erlangen

Die Abläufe in unserer Solawi

Stand März 2024

Wie und wann hole ich meinen Ernteanteil ab?

Wir haben momentan einen Sommer– und einen Winterhof. Diese beliefern uns:

Im Sommer (Mai bis Oktober) freitags 19.00 – 20.00 Uhr.

Im Winter (November bis April) mittwochs 18:00 – 19:00 Uhr

Das Gemüse wird in unser Depot in der Luitpoldstraße 81 geliefert. Ab dann kann es jederzeit flexibel im Depot abgeholt werden. Dort nimmst Du Dir dann Deinen Anteil in Eigenverantwortung.

Lediglich im Sommerhalbjahr ist ein zügiges Abholen, also am Freitag oder Samstag, wichtig, damit die Frische des Sommergemüses erhalten bleibt.

Was kostet ein Ernteanteil?

Der Richtwert für die Kosten eines Ernteanteils ab der Wintersaison 23/24 ist 85,00 € pro Monat. Der individuelle Betrag für jeden Ernteteiler wird per Bieterunde ermittelt, wobei ein Betrag um den Richtwert geboten werden kann. Die Summe aller Gebote müssen die Vollkosten des Bauern decken, daher kann es mehrere Runden geben, bis dies erreicht ist.

Hinzu kommt ein anteiliger Betrag für die Depotmiete von aktuell 5,00 € pro Monat. Die Zahlung erfolgt in der Regel viertel- oder halbjährlich über ein SEPA Lastschriftmandat, in begründeten Fällen können auch andere Zahlungsmodalitäten vereinbart werden.

Die Erntemenge und -art wird allein vom Bauern bestimmt und jede(r) Teilnehmer(in) erhält die gleiche Menge bzw. den gleichen Anteil. Die Mengen kannst Du auf unserer Homepage ansehen (Ernteanteile). Das sind übrigens die wöchentlichen Mengen, welche dort abgebildet sind, d.h. 1 Monat besteht aus ca. 4 x solcher Mengen.

Du kannst natürlich mehr als 1 Anteil abonnieren oder, falls 1 Anteil zu viel ist, suchst Du jemanden zum Teilen, entweder privat oder innerhalb des Solawi-Kreises nachdem Du eingetreten bist, hierfür haben wir z.B. Aushänge im Depot). Einige von unseren Mitgliedern teilen eben 1 Anteil, viele nehmen aber auch 2 Anteile.

Was wenn ich einmal meinen Anteil nicht abholen kann?

Jeder ist für die Abholung seiner Anteile verantwortlich. Hast Du vor in den Urlaub zu fahren oder bist Du eine Woche weg? Dann suche Dir jemanden, der Deine Anteile abholt.

Man kann seine Anteile an andere Mitglieder abgeben, z.B. über die Solawi Mailingliste…

…oder auch gerne ein Nicht-Teilnehmer z.B. Nachbarn, Freunde, Familienmitglieder. Im Falle von Nicht-Teilnehmern muss die Abholung mittwochs in den regelmäßigen Abholzeiten stattfinden.

Wie ist die Solawi organisiert? Wie kann ich helfen?

Die Solawi Erlangen ist nicht hierarchisch organisiert und alle anfallenden Aufgaben wie z.B. Verwaltung der Mitglieder/Abos, Absprachen mit unseren Bauern, Unterstützung der Bauern am Hof und beim Liefern, Verwaltung der Räumlichkeiten, Weiterentwicklung der Solawi u.v.m. werden ehrenamtlich von den Ernteteilnehmern selbst übernommen. Die Solawi lebt von der Beteiligung und dem Engagement möglichst vieler aktiver Mitglieder. Circa ein Mal im Jahr hat deshalb auch jede(r) Teilnehmer(in) an einem Lieferabend 17.30 Uhr bis 19.00 Uhr Depotdienst (Bauer helfen beim Abladen, Kisten ausstellen, ggf. aufräumen).

Muss ich einen Vertrag abschließen?

Die Verträge laufen unbefristet und sind jeweils zum 31.10. eines Kalenderjahres kündbar. Im Rahmen der Verträge ist es möglich ganzjährig oder aber nur in der Sommersaison oder nur in der Wintersaison Ernteanteile abzunehmen.

Wie wird entschieden, was es diese Woche bzw. Saison geben wird?

Die Anbauplanung für die jeweilige Saison findet in rechtzeitiger Ab- bzw. Rücksprache mit uns als Ernteteilergemeinschaft statt. Die Bauern genießen mit uns allerdings die volle Freiheit was die wöchentliche Lieferung betrifft und können diese so kurzfristig zusammenstellen wie sie wünschen bzw. wie die Lage am Hof diktiert. Dies ergibt für uns einen schönen „Überraschungseffekt“, da wir im Voraus nicht wissen, was genau wir bekommen pro Woche (das Gesamtsortiment für die Saison ist aber allen bekannt).

Gibt es außer Gemüse noch etwas?

Als Ernteteilnehmer kann man auch die „Extras“ wie das Brot-Abo, das Eier-Abo , das Ziegenkäse-Abo und das Obst-Abo beziehen, falls gewünscht.

Brot-Kooperation

Infos zum Sortiment zur Brot-Kooperation findest Du hier: Bio-Brot von der Bäckerei Mehl, und zur Herkunft des Brotes hier: Handwerk mit Herz hat ein Zuhause in Hetzles. Kosten: aktuell €18.50 im Monat per Dauerauftrag an die Bäckerei Mehl für ein Brot (wie auf der Webseite abgebildet) pro Woche, Liefertag aktuell ist Donnerstag, das Brot wird (noch warm und lecker duftend) zwischen 10.00 und 11.00 Uhr ins Depot geliefert.

Eier-Kooperation

Das Eier-Kooperation (Liefertag Mittwoch) besteht aus 6 oder 10 Eiern pro Woche vom Heidschnuckenhof, zum Preis von 14,00 € oder 23,40 € pro Monat. Eine Anmeldung ist monatlich möglich. Zusätzlich gibt es ab und an auch Eier im freien Verkauf im Depot.

Walz-Kooperation

Vom Biohof Walz können wir wir in Erlangen folgendes beziehen (Kosten Stand April 2021):

More…Bratgockerl 8,50 €
More…Rinder-Hackfleisch 9,00 € pro 500g
More…Wurst 15,00 € pro 500g
More…Ur-Getreide 6,00 € pro 1kg

Monatliche Lieferung ins Erlanger Depot, Ankündigung per Rundmail wann die Lieferung ansteht bzw. erfolgt ist. Bezahlung monatlich per Dauerauftrag. Die jeweilige Menge könnt Ihr selber festlegen an Hand der Teilnahmeerklärung. Das Wirtschaftsjahr läuft vom 01.04. bis 31.03.. Wer aussteigen möchte muss immer zum 31.12. kündigen, ansonsten verlängert sich der Vertrag automatisch um ein Jahr.

Zusätzlich gibt es hin und wieder die Möglichkeit für Fleisch-Sonderbestellungen.

Wie erfahre ich mehr zum Prinzip von Solawi?

Mehr zum Prinzip der solidarischen Landwirtschaft findet Ihr unter diesem Link: Netzwerk Solidarische Landwirtschaft

Selbstverständnis Solidarische Landwirtschaft Erlangen

  1. Unsere Ziele

Die solidarische Landwirtschaft Erlangen (Solawi Erlangen) versteht sich als ein Zusammenschluss von Ernteteilern und Landwirten, die sich in der regionalen und kleinbäuerlichen Landwirtschaft für Nachhaltigkeit und Lebensqualität einsetzen.

Hierfür bilden wir eine aktive Gemeinschaft auf der Basis von Verantwortung, Vertrauen sowie Transparenz, verbunden mit offener und bewertungsfreier Kommunikation und empathischen Umgang miteinander.

Wir möchten für uns und unsere Familien regionale und saisonale Lebensmittel. Die Bauern produzieren nach bio-zertifizierten Richtlinien oder streben diese an. Dies beinhaltet eine kontinuierliche Weiterentwicklung im empathischen und verantwortungsvollen Umgang mit der Gesundheit von Böden, Gewässern, Pflanzen, Tieren und Menschen. Wir möchten, dass die Landwirte und ihre Mitarbeiter ihr Wissen über Nachhaltigkeit und Kulturgüter erhalten, erweitern und weitergeben. Die Solawi unterstützt ihre Bauern dabei.

Wir möchten, dass der Beruf des Landwirts auch in Zukunft möglich und attraktiv bleibt bzw. wird. Unsere Zusammenarbeit ist daher langfristig und verbindlich angelegt. Gemeinsames Landwirtschaften bedeutet für uns Teilung von Risiko und Verantwortung unabhängig vom Ernteerfolg. Wir möchten eine solidarische Gestaltung der Wirtschaftsprozesse auf der Basis gegenseitigen Vertrauens. Um dies zu ermöglichen, werden eine Anbau- und Budgetplanung sowie eine Vollkostenrechnung erstellt.

In der solidarischen Landwirtschaft verstehen wir uns nicht nur als Konsumenten. Wir übernehmen die Verantwortung und bringen uns aktiv in die Gemeinschaft ein.

Dies ist möglich

– Im Depotbetrieb

– In der Teilnehmerverwaltung

– In der finanziellen Abwicklung

– In der Mitarbeit auf dem Hof

– Beim Engagement in den Arbeitsgruppen

– In Öffentlichkeitsarbeit und Bildungsprojekten.

Genauso wichtig ist die Teilnahme an unserer gemeinschaftlichen Willensbildung in den sogenannten „Großen Treffen“.

Wir wünschen uns einen offenen, ehrlichen und wertschätzenden Umgang und Verbindlichkeit aller Beteiligten.

Wir setzen uns außerdem dafür ein, dass die Idee der solidarischen Landwirtschaft und ihre Erfahrungen über unsere Gemeinschaft hinaus verbreitet werden.

2. Netzwerk Solidarische Landwirtschaft

Das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft ist ein Zusammenschluss von Menschen mit landwirtschaftlichem Hintergrund und Verbraucher*innen, die sich für die Verbreitung von Solidarischer Landwirtschaft einsetzten. Es versteht sich gleichermaßen als Bewegung, basisdemokratische Organisation und Verband. Das Netzwerk bietet Kontakt- und Beratungsmöglichkeiten sowie regionale und internationale Vernetzung zum Thema Solawi an. Um eine solidarische und umweltschonende Landwirtschaft voranzubringen, steht es mit anderen Organisationen im In- und Ausland im Austausch. Weitere Informationen unter www.solidarische-landwirtschaft.org.

Die Solawi Erlangen unterstützt das Netzwerk und profitiert von diesem.

Stand: März  2024