Landwirtschaft braucht Wertschätzung

Inhaltsverzeichnis
Solawi Erlangen Bauer Alfred Schaller berichtet:
Leider ist es einem Bauern in der Nähe Erlangens nicht vergönnt, „nur“ seinen Betrieb weiter zu entwickeln.
Der Flächenfraß droht nun also nicht nur im geplanten Gewerbegebiet Geisberg sondern neuerdings auch im gesamten
Stadtwesten mit einer geplanten Bebauung von bis zu 196 ha im Gebiet ER-West 3.
 
Ist die Stadtplanung nun endgültig zu einer maßlosen Krake mutiert, die sich mit fragwürdigen Prognosen gerne Ihren eigenen Bedarf schafft und dabei (örtliche) Bauträger beim weiteren zubetonieren unterstützen möchte?
 
Entsteht da wirklich günstiger Wohnraum für den durchschnittlich gefüllten Geldbeutel – und wird da baustofftechnisch nachhaltiger sozial geförderter Wohnungsbau betrieben (bei dem nicht schon bald der Schimmel Einzug in die Wohnungen hält), während andernorts ganze Landstriche ausbluten?
Darf man einfach so die stadtnahe Landwirtschaft opfern, die in ihrer Bedeutung für die Erlanger Bürger deutlich zunehmen wird und am Anfang einer spürbaren Ökologisierung steht? (wir Solawis als Vorboten Stadtnaher Leuchtturmprojekte).
 
Da entstehen sicher auch bei manchem von Euch viele Fragen und die müssen gestellt werden (können)!
Wir brauchen dringend den Dialog, wie Erlangen in Zukunft aussehen soll und ob sich unsere Stadt hinter einer völlig verfehlten Landesentwicklungsplanung verstecken und weiterhin Kirchturmpolitik betreiben darf.
Dieser Dialog muß der städtebaulichen Entwicklung selbstverständlich vorangehen und nicht umgekehrt!
 
Deshalb für alle Interessierten unter Euch:
Kommt am Dienstag den 08.05. abends nach Büchenbach ins Gasthaus Güthlein und nutzt die Gelegenheit, Euch zu informieren und kritisch nachzufragen. (Stadtplaner Weber wird das Vorhaben vorstellen und bewerben, es ist eine Info-VA der CSU, die da eine zumindest uneindeutige Rolle spielt)
Ein weiterer Termin ist dann die Stadratssitzung am 16. Mai, bei der dann über die Einleitung entsprechender vorbereitender Maßnahmen zu ER-West 3 und über den Beschluß einer Vorkaufsrechtsatzung
nochmals – weil am letzten Donnerstag im Stadtrat vertagt-
schnell mal so entschieden werden soll.
Tagesordnung noch nicht fix, siehe dann unter
Dieses Prozedere ist in der Reihenfolge – ohne vorherige Bürgerbeteiligung  – nicht hinnehmbar.
Beschlüsse von solcher Tragweite dürfen so nicht gefasst werden!
Bitte bleibt also dran, informiert Euch umfassend und helft akiv dabei mit, diese absurde masslose Planungsidee (2 Millionen m² wertvolle ackerbauliche und Naherholungs-Fläche) zu verhindern.
Stellt also aktiv Fragen! auch täglich an die Stadträte euerer Wahl! Danke!
„Landwirtschaft braucht Wertschätzung“ – das dient unserem Gemeinwohl – in vielfältiger Weise!

Schreibe einen Kommentar